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Hier wollen wir über uns und unsere Erlebnisse während der Krise und mit dieser ehrenamtlichen Plattform berichten.
Lerne uns und die Geschichte von Support your locals - Wuppertal kennen. 

Unsere Vision

Ein Virus, erst nur in China und so weit weit weg von uns, dass wir nur am Rande etwas davon mitbekommen. Müde werden die verzweifelten Maßnahmen der dortigen Regierung noch von uns belächelt. "Ausgangssperren", auf so eine Idee können auch nur die kommunistischen und totalitären Chinesen kommen. Was sind schon ein paar Tote bei einer Bevölkerung von mehr als einer Milliarde Menschen. Dann kam dieser Virus immer näher und plötzlich auch nach NRW. Karneval, die Hochzeit der rheinischen Fröhlichkeit. Bei der kleinen Karnevalsfeier in der Schule oder den Berliner Ballen für die Kunden wurde noch über ganz anderes geredet als über Covid-19 oder eine Coronakrise. 

Doch mit wenigen Tagen Abstand wurde aus einem sehr weit entfernten Problem ein beunruhigendes Gefühl. Jetzt gibt es tatsächlich infizierte Menschen in Europa und auch in Heinsberg. Eine Region, in die ich auch beruflich fahre als Außendienstmitarbeiter für einen Hersteller von Medizinprodukten. Täglich besuche ich Krankenhäuser und bekomme auch hier den Verlauf dieser immer näher kommenden Bedrohung mit. Muss ich mich nun besonders schützen, bin ich gefährdet und wie geht es in der Schule für meine Frau weiter?

Aus Beunruhigung wird mit steigender Zahl an Infizierten auch ein Gefühl der Verängstigung. Schnell ist klar, mit dem Versuch die Infektionsketten zu unterbrechen und alle Kontaktpersonen einer Karnevalsfeier in Heinsberg ausfindig zu machen ist es nicht mehr getan. Ja, auch ich erwische mich bei Hamsterkäufen. Ich glaube nicht daran, dass mein Magen-Darm-Trakt in naher Zukunft anders funktioniert, daher ist es kein Toilettenpapier das ich mir massenweise zulege. Aber unsere Gefriertruhe erscheint plötzlich so voll. Still und heimlich habe ich bei jedem Einkauf noch einmal rechts und noch einmal links zugeschlagen. Eine Situation macht mir die Psychologie dieser Krise am eigenen Leib bewusst. Bei meinem morgendlichen Einkauf im hiesigen Supermarkt greift ein Mann vor mir zu einem Haferdrink, nein er nimmt gleich vier Packungen im Tetra-Pak. Ich denke mir, ok, wer weiß ob ich in der Krise noch genug frischen Joghurt oder Milch bekomme, dann nehme ich lieber auch mal ein paar Pakete mit. Es werden drei. Damit ist die Geschichte und Psychologiestunde aber nicht vorbei. Der Mann hat meinen Griff ins Regal gesehen und ehe ich bis drei zählen kann kommt er zurück und schnappt sich die letzte Palette Haferdrink mit 12 Paketen. 

Als ich also nun den Kühlschrank und die Truhe gefüllt hatte, die Arbeitswoche mit beunruhigenden Besuchen in Krankenhäusern vorbei war, kam das Wochenende des 21./22. März. Es hatte sich in Deutschland nun einiges geändert und auch in Europa beherrscht nur noch ein Thema die Medien. CORONA und die nationalstaatliche Abschottung einer ehemaligen europäischen Solidargemeinschaft. Gleichzeitig liegt eine uns bekannte Person im Krankenhaus, kein Corona, aber darf keinen Besuch mehr empfangen. Geschäfte müssen schließen und viele Kleinunternehmen verlieren ihre Existenzgrundlage. Da ich ebenfalls einmal selbständig war, kenne ich dieses Gefühl nur zu gut. Jetzt fasse ich den Entschluss zu helfen. Ich will allen Helden und Helfern in dieser Krise DANKE sagen, aber auch Patienten und Bewohnern von Heimen und Krankenhäusern eine Aufmunterung entgegenbringen, weil sie keinen Besuch mehr empfangen dürfen. Gleichzeitig will ich versuchen Einzelhändler, Kleinunternehmen, Gastronomien und viele mehr irgendwie zu unterstützen. Da wir keine Millionäre sind, muss Zeit und Kreativität helfen. Die Idee von Support your locals - Wuppertal ist geboren. Wuppertaler Bürger kaufen über diese Plattform ein, die Ware und die Gutscheine gehen aber nicht an sie selbst, sondern erreichen die Helfer und Helden dieser Krise.

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Wie auch ich, bist Du garantiert kein Millionär, aber jeder kleine Beitrag kommt als DANKE bei den Helfern an und kann eine Existenz vor dem Aus retten. Gemeinsam durch die Krise.