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Hier wollen wir über uns und unsere Erlebnisse während der Krise und mit dieser ehrenamtlichen Plattform berichten.
Lerne uns und die Geschichte von Support your locals - Wuppertal kennen. 

DANKE allen Spendern

Wir standen und stehen weiterhin vor einer nie da gewesenen Situation. Die Corona-Krise betrifft jeden Einzelnen von uns, so auch Wuppertaler Einzelhändler, Künstler und Gastronomen.


In dieser Situation war es mir ein Anliegen, aber auch eine große Freude, etwas in Wuppertal zu bewegen. Die Plattform Support your locals (www.syl-wuppertal.de) war schnell gegründet, Unternehmer gefunden und die ersten Warenlieferungen ausgebracht. 


Mir ist bewusst, dass ich die Umsatzeinbußen der vergangenen und wohl auch kommenden Wochen nicht aufwiegen und abfangen kann. Und ich kann auch nicht für gerechtere Löhne in der Pflege oder anderen Sektoren sorgen. Dennoch haben wir gemeinsam einiges bewegt. Jedes der Unternehmen hat durch die Aktion eine enorme (kostenlose) Aufmerksamkeit und Werbefläche erhalten. Nachbarn berichteten bspw., sie wollen nun auch privat einmal den Schwebebahn-Gin probieren oder mal wieder ins hiesige Theater gehen. 


Darüber hinaus wurden durch zahlreiche Geschenke viele Menschen in Heimen, Krankenhäusern oder in Supermärkten glücklich gemacht und erreicht. Dieses Gefühl von Solidarität ist in meinen Augen einmalig und das Gefühl der Dankbarkeit beim Ausliefern der Produkte war unbeschreiblich.

Dennoch haben wir nach Ostern und mit den ersten Lockerungen seitens Bund, Land und Stadt gemerkt, dass die Solidarität der Wuppertaler stark nachgelassen hat. Seit einer Woche ist diese nun zum Erliegen gekommen, sodass ich mich entschlossen habe die Plattform und den damit angebundenen Shop zu schließen. 


Ich hoffe sehr, dass Ihr/Sie alle mit einem blauen Auge durch diese Krise kommen.

Und ich wünsche mir sehr, dass diese Krise auch etwas Gutes hat, mehr Solidarität und Rücksichtnahme im Alltag, mehr lokaler als globaler Konsum und eine gewisse Hilfsbereitschaft, Demut und Dankbarkeit.


Ich möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen und die Kooperation bedanken und wünsche allen eine langsame und vor allem gesunde Rückkehr in eine „neue“ Normalität. Diese Krise ist noch lange nicht vorbei und nur mit Vorsicht können wir eine erneute Verschärfung der Maßnahmen verhindern. 

Ich rufe weiterhin dazu auf, den lokalen Handel zu unterstützen und sich über die entsprechenden Internetseiten auch privat zu versorgen. Aber ich rufe auch weiterhin dazu auf, den Menschen in der Pflege, die nun mit den Lockerungen und den damit verbundenen schweren Maßnahmen arbeiten müssen, Solidarität entgegenzubringen. 

Bleiben Sie alle gesund!